»Zur Freiheit« (in Nachfolge »Friedrich zum Nordstern«)

Unsere Vorgängerloge mit dem Namen »Friedrich zum Nordstern« wurde 1817 gegründet und hatte formalen Bestand bis 1821. Diese Loge arbeitete nach dem Rektifizierten Schottischen Ritus (RSR); ihr Patent wurde von Carl von Hessen erteilt. Nach dem Tod ihres Förderers (und Freimauerbruders) Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748 – 1820) musste die Loge das Licht löschen, weil der neue Landgraf Friedrich VI. der Freimaurerei ablehnend gegenüber stand. Aber schon wenige Jahre später begann der Kurbetrieb in aufstrebenden Homburg v.d.H. und Freimaurer aus aller Welt trafen hier zusammen. Sie gründeten in Bad Homburg das Freimaurerkränzchen »Friedrich zum Nordstern«, dessen Aktivität ab 1863 dokumentiert ist. Dieser freimaurerische Arbeitskreis vor den Toren von Frankfurt am Main unterstand formal der Frankfurter Loge »Carl zum Lindenberg«. Das Freimaurerkränzchen war wechselhaft aktiv. Es blieb bis ca. 1933 bestehen, denn ab 1933 wurde die Freimaurerei in Deutschland durch die NS-Diktatur schrittweise verboten.

In ihrem Namen nimmt unsere Freimaurerloge auf diese alte, örtliche Tradition Bezug. Wir wollen unsere Geschichte lebendig halten. Aus diesem Grund haben wir im Frühling 2017 mit einer großen Vortragsveranstaltung an die Gründung der Loge vor 200 Jahren erinnert. (160 Besucher aus Bad Homburg, Frankfurt und der ganzen Umgebung waren dabei und die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Taunus-Zeitung berichteten darüber.)

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Ende der Herrschaft des Nationalsozialismus dauerte es noch 27 Jahre, bis die Freimaurerei am traditionsreichen Ort wieder auflebte. Am 29. September 1972 schlossen sich 17 Freimaurer verschiedener Oboedienzen zusammen und gründeten in Bad Homburg die Freimaurerloge mit dem symbolträchtigen Namen

»Zur Freiheit« (in Nachfolge »Friedrich zum Nordstern«)

Die damaligen Brüder stammten überwiegend aus dem Taunus, aus Frankfurt am Main sowie aus dem Umland um Frankfurt. Die Loge erhielt die Matrikelnummer 921. Im Jahr 1973 wurde das Licht eingebracht.

Seit 1974 hat die Loge »Zur Freiheit« ihre Heimstatt im Bad Homburger Schloss. Aktuell gehören der Loge ca. 40 Brüder an, die vorwiegend im Rhein-Main-Gebiet und rund um Frankfurt beheimatet sind. Unsere aktive Gemeinschaft kommt regelmäßig zusammen. Was wir Freimaurer tun, ist nur schwer kommunizierbar. »Streben nach eigener Vervollkommnung in brüderlicher Gemeinschaft« umschreibt Freimaurerei jedoch sehr gut. Wer Freimaurer werden will, muss das für sich ebenfalls als wertvolles Ziel erkennen.

Wir kümmern uns daneben aktiv um unsere Tradition und sorgen für die Zukunft. Mannigfaltige, herzlich-respektvolle Verbindungen mit Freimaurerbrüdern und Logen in der Umgebung, in und um Frankfurt am Main, aber auch im weiteren In- und Ausland zeichnen unsere Bad Homburger Loge aus. Der Austausch freimaurerischen Wissens jenseits von gedanklichen Grenzen ist uns wichtig.

Wir gehören der Großloge Alte Freie und Angenommene Maurer an, und dadurch auch der Vereinigten Großloge von Deutschland. Durch die Zugehörigkeit du diesen Großlogen stehen wir auf dem Boden der regulären Freimaurerei. Unsere Loge ist Mitglied in der freimaurerischen Forschungsloge »Quatuor Coronati« und im Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth.


»Freimaurer wirken im Verborgenen« – unter dieser Überschrift berichtete die Frankfurter Rundschau 2014 über unsere Loge.

Wir werben und missionieren nicht, aber wir sind nicht abweisend, wenn jemand Kontakt sucht, sondern geben Interessierten die Chance, uns kennenzulernen. Ca. alle 6 Wochen veranstalten wir Gästeabende mit geladenen Gästen. Wer hieran teilnehmen möchte, sollte i.d.R. mindestens 21 Jahre alt sein.

Bei Interesse an der Freimaurerei nehmen Sie bitte ohne Scheu Kontakt mit uns auf.

Ein wichtiger Hinweis: Sollte Ihre Kontaktaufnahme erfolgen, obwohl Sie keinen unserer Brüder persönlich kennen, teilen Sie uns bitte Ihren Namen und Ihre Adresse mit und geben Sie an, wie wir Sie telefonisch erreichen können.